Das Sheridan Ensemble


Ein Ensemble ohne künstlerische Kompromisse, in dem die Träume eines jeden Mitglieds Wirklichkeit werden - mit dieser Vision im Sinn gründete die Cellistin Anna Carewe das Sheridan Ensemble im Jahr 2007. Die einzigartige Kombination von Instrumentalisten, die regelmäßig mit einigen von Europas führenden Orchestern und Ensembles zusammenarbeiten (Deutsche Kammerphilharmonie, Kammerorchester Basel, Berliner Philharmoniker, Deutsches Symphonie Orchester, Ensemble Modern, Balthasar-Neumann-Ensemble, RIAS-Kammerchor, unter anderem), einem preisgekrönten Jazzmusiker, einer international bekannten Starsängerin aus der Musical- und Cabaret-Welt, einem Cembalisten, der genau so berühmt ist für seine Interpretation von Neuer Musik als auch von Barockmusik, sowie von geladenen Gästen, die sich dem Ensemble für besondere Projekte anschließen, dient als ein Schmelztiegel für Kreativität, in dem jedes Mitglied danach strebt, die eigenen musikalischen Grenzen zu überschreiten, hinein in eine neue Welt.

 

Spätestens seit seinem ersten Auftritt beim „Ultraschall"-Festival für Neue Musik in Berlin im Jahr 2008 erntete das Sheridan Ensemble das Lob der Kritiker und ebenso der Öffentlichkeit für seine innovativen Programme. Ob die Ausführlichkeit Morton Feldmans mit Haiku-artigen Miniaturen von Howard Skempton einrahmend, frei notierte Kompositionen von Christian Wolff und Bruno Maderna mit Soloblockflöten-Intermezzi verbindend oder Couperin, Telemann, Messiaen und Kurt Weill mit Sätzen von Kaija Saariaho verflechtend - ein Motto für viele Programme ist, kontrastierende Kompositionen Seite an Seite zu stellen, sie nahtlos von einer zur anderen fließen zu lassen, um den Zuhörer dazu anzuregen, Musik auf eine frische Art zu hören.

 

Dennoch: mit einem Repertoire, das von Diego Ortiz (um 1550), Dowland, Purcell, Couperin, Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schubert, Brahms und Schönberg bis zu Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts und Größen der Jazz-, Musical- und Cabaret-Szene wie Duke Ellington, Gershwin und Weill reicht, ist das Sheridan Ensemble damit vertraut, fast jedes beliebige Programm zu präsentieren - ob „Mainstream" oder vollkommen originell.

 

Eine Auswahl vergangener Auftritte umfasst "Pierrot Lunaire, Berlin Cabaret, Weill on Broadway" (in London und Stuttgart - mit Multimedia), "Handel in London" (in Helsinki - auf Originalinstrumenten), "Programme in Three Parts: Spectral, Minimal, Theatrical" (in Lodz), sowie ihre vier Programme auf dem "Ultraschall"-Festival in Berlin. Kleinere Ensemble-Gruppierungen sind z.B. das Duo-Programm "Cello Meets Vibraphone" (500 Jahre Musik - teils improvisiert) oder die Aufnahme aller sieben bekannten restlichen Streichquartette von Carl Czerny, voraussichtlich 2013 auf CD erscheinend.

 

Das Ensemble ist benannt nach dem irischen Schriftsteller, politischen Satiriker und Politiker Richard Brinsley Sheridan (1751-1815), dessen freimütige Äusserungen bezüglich sozialer und Menschenrechte ihm einmal fast das Leben kosteten. Sein Freund Lord Byron sagte einmal über ihn: „Alles, was Sheridan getan hat oder entscheidet zu tun, ist par excellence das Beste seiner Art" - Worte, die die Musiker des Sheridan Ensembles ebenso inspirieren wie herausfordern.